Südamerika 2021

Projekt und Vorbereitung Südamerika 2021

Länder

Der Plan war, nach dem Zurückfahren der ganzen Lockdown - Maßnahmen, ein paar Monate in Südamerika zu biken. Überlegung war etwa 30/70 Campen und in Hostals unterzukommen.
Angedacht war der Westen von Südamerika, also Chile, Carretera Austral, etwas Argentinien, Bolivien, Ecuador, Peru und Kolumbien.

Zuerst war die Überlegung wie man das Bike nach SA bekommt.

  • Transport unverpackt im Sammelcontainer per Schiff 
  • Transport des Motorrades in Transportkisten mit Schiff-Container oder  Flugzeug
  • Transport des Motorrades im Roll On/Roll-Of-Transportverfahren per Schiff

  • Hier das scheint mir eine ganz interessante Sache zu sein.
    Einen guten Ruf hat auch die Firma inTime, ebenso wie Gravel road logistics

    Bei dem selbstorganisierten Transport können nochmal Gebühren wie Zollabfertigung, Handlings - und Lagerkosten dazukommen die happig sein können. Am besten sind sicher die obigen Komplettpakete wo sich dann auch ein Agent vor Ort um alles kümmert. In Valparaiso/Chile gibt es die Villa Kunterbunt die als Biker - und Overlandertreff in diesen Themen auch unterstützt oder Unterstützung vermittelt.
    Eine interessante Sache die ich wahrscheinlich machen werde ist die Firma Explo-tours. Die veranstalten Touren in SA und Afrika mit dem eigenen Motorrad. Dieses wird zu diesem Zweck dorthin verschifft. Die Biker werden jeden Tag mit Tracks versorgt und gebrieft und fahren dann selbstständig ohne Guide. Am Abend trifft man sich dann wieder am verabredeten Platz. Begleitet wird das ganze von einem Servicewagen der auch das ganze Gepäck befördert.
    Ich habe Kontakt aufgenommen und mich für eine Verschiffung vormerken lassen. Da Explo-tours mehrere Touren im Jahr an unterschiedlichen Lokationen veranstalten, bietet sich an mit einer anderen Tour wieder zurück zu fahren .Hier bietet sich der Rücktransport nach 2 oder 6 Monaten an.  Dies wäre dann Hin nach Gayaquil / Ecuador und zurück von Iquique / Chile. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf etwa 2000€.
    Auch ansonsten finde ich das Explotours Konzept und den Preis ganz interessant wenn man die organisierte Tour machen will.

    Eine interessante, aktuelle Seite zum Thema SA. Ride-and-sail gibt auch ein paar interessante Infos zu SA und Transport.

    Kosten
    Die meisten südamerikanischen Länder, bis auf Uruguay und Chile sind günstig. Ein Essen gibt es so ab 3€ und Übernachtungen zwischen 15 und 40€. In den großen Stadten und Touristen- Hotspots wie Santiago oder San Pedro de Atacama ist es natürlich teurer. Man kann mit Kosten von etwa 40-50 € / Tag rechnen wenn man hin und wieder auch mal campt
    Dazu kommen noch der Motorrad-Transport, Aktivitäten (z.Bsp. Führungen) Flug, Impfungen und Krankenversicherung, evtl Motorradreparaturen, Visa (für Deutsche in Südamerika nicht erforderlich) und sonstige Gebühren.

    Krankenversicherung
    Alles um die Gesundheit und Krankenversicherungen gibts hier
    Nach sechs Wochen greift die Reisekrankenversicherung bzw die heimische KV nicht mehr. Dies wird im Versicherungsfall durch das Flugticket nachgewiesen werden müssen. Es gibt spezielle Auslandskrankenversicherungen deren Preis eigentlich von Land zu Land unterschiedlich sein sollte. Hochpreisländer außerhalb der EU sind die USA, Kanada und Singapur. Alles andere ist günstiger. Ich habe aber bei den Angeboten keine Unterschiede bei den Prämien festgestellt
    Gute Bewertungen hat Worldnomads und Protrip. Mittlerweile gibt es aber noch andere Anbieter. Ich habe auch einige interessante Angebote gefunden bei der ERV und der AXA
    Man kann auch seine Versicherung hier in Deutschland aussetzen. Voraussetzung ist der Nachweis einer Vollversicherung für das Ausland und ein Flugnachweis (Ticket).
    Bei manchen Ländern ist auch bestimmte Reisekrankenversicherung, Impfung und Impfausweis notwendig und wird an der Grenze oft nachgefragt

    Wichtig ist sicherlich eine gute Erreichbarkeit und großzügige Erstattung. Im Krankheitsfall hat man sicherlich keine Lust auf kleinliches Herumreiten auf dem Kleingedruckten.

    Impfungen

    die angedachten Länder sind zwar weitgehend unkritisch was Infektionskrankheiten betrifft aber ein vernünftiger Impfschutz sollte schon sein vor allem weil manche Länder das bei der Einreise vorraussetzen. Zusätzlich zu den sowieso vorhandenen Impfungen z. Bsp Masern, Tetanus, Diphterei, Polio etc sind zusätzlich:
    Hepatitis A (zwei Impfungen zeitlich versetzt)
    Hepatitis B (drei Impfungen zeitlich versetzt)
    Pneumokokken
    Meningokokken
    Tollwut (drei Impfungen zeitlich versetzt)
    Cholera (zwei Impfungen zeitlich versetzt)
    Japanische Enzephalitis (zwei Impfungen zeitlich versetzt)
    Gelbfieber (in manchen Regionen z.B. Südamerika zur Einreise notwendig)
    Manche Impfungen werden vom Hausarzt verpasst, manche vom örtlichen Gesundheitsamt (Gelbfieber). Manche sind kostenpflichtig, manche werden von der KK erstattet. Wichtig ist auch, zu schauen ob die Impfungen aufgefrischt werden müssen. Das war bei mir der Fall. 

    Routenplanung
    generell gilt bei so einer Tour das es für mich nur eine grobe Vorab-Planung gibt. Die interessantesten Plätze und Strecken werden grob eingeplant mit viel Luft für interessante Schlenker. Ansatzpunkte sind die Tourenplanungen von Explo-tours die dann länderübergreifend miteinander "verbunden" werden
    Hilfreich für andere Anregungen waren gebrauchte Reiseführer die zwar zum Teil etwas älter waren aber Machu Picchu ist halt immer noch an der selben Stelle. Gut sind die von Lonly Planet, Stefan Loose oder dem Nelles Verlag.
    Dann gibt es noch Blogs und Videos von anderen Motorradreisenden die teilweise sehr gut sind. Oft sind Streckentracks dabei so das man die Tour praktisch nachfahren kann.
    Wichtig ist natürlich immer die Benzinversorgung. Die Bikes verbrauchen bei schwerem Boden (Sand, Schlamm, Steine) mehr als auf glatter Strasse. Man muss man also mit genügend Sicherheit kalkulieren das man nicht ohne Sprit da steht. Hier sind entsprechende Einträge im Tomtom Navi, Googlemaps oder Ioverlander hilfreich. Manchmal gibt es zwar eine Tanke aber die haben auch keinen Sprit. Hier ist natürlich ein Reservekanister ein Muß.
    Auch die Straßenbeschaffenheit beeinflußt die Routenplanung. In der Regenzeit ist manche Strasse unpassierbar wegen Schlamm, Abrutschungen, Baustellen, Unfällen oder Überschwemmungen. Hier sind im Zweifelsfall die Einheimischen eine gute Informationsquelle. Eigene Pannen und Unfälle sind natürlich auch immer ein Thema. Wenn man sich nicht selbst helfen kann, braucht man lokale Unterstützung. Hier ist eine gute Tourplanung mit "Plan B" Optionen sicherlich sinnvoll.
    Manche Strecken wie die Ruta de las Lagunas bereist man auch besser nicht alleine da sie sehr abgelegen sind. Auch bereitet so manchem die Höhe von bis zu 4500mtr bei manchen Pässen gesundheitliche Probleme. Hier kommt es also darauf an ob man Tripbuddies findet.
    Dann gibt es sicherlich noch Strecken die gefährlich sind (Unfälle, Überfälle, Entführungen). Hier sollte man auch auf die Einheimischen hören. Allerdings habe ich da oft die Erfahrung gemacht (beim Paddeln) das alles etwas übertrieben wird, entweder weil die Einheimischen es selber nicht besser wissen oder weil sie nicht sehen, was so ein gut ausgerüsteter Europäer alles hinkriegt.






    Länder der Südamerikareise

    Grundsätzlich gilt bei Reisen ins Ausland (ausser EU) immer ein Blick auf die Seiten des Auswärtigen Amtes der BRD. Hier findet man die Einreisemodalitäten, Reisewarnungen und Hinweise auf Besonderheiten des Landes. Für motorisierte Reisende ist zu mindest in den meisten afrikanischen und asiatischen Ländern ein Carnet de Passage obligatorisch.

    Möchtest Du mit deinem Fahrzeug in ein fremdes Land einreisen, müsstest Du eigentlich einen Importzoll zahlen. Um das zu vermeiden gibt es das Carnet de Passage. Für die Beantragung des Carnet de Passage musst Du eine Kaution (hier ist das der ADAC) hinterlegen. Somit stellt das Carnet de Passage sicher, dass Du dein Fahrzeug auch wieder ausführst. Dies wird im Carnet selber festgehalten. Deshalb immer darauf achten.  Führst Du Dein Fahrzeug nämlich nicht wieder aus, erhältst Du auch die Kaution nicht zurück.


    SA schöne Fotos


    Projekt Armenien, Georgien, Iran

    Mohsen in Bojnurd (Facebook)

    Projekt Motorradtour Afrika

    Planung an der Westküste entlang
    Marokko, Westsahara, Mauretanien, Senegal, Gambia, Guine-Bassau, Guinea, Sierra Leone, Liberia,  Elfenbeinküste Ghana, Togo, Benin
    hier wird es mit Nigeria schon etwas schwierig
    Kamerun, Äquatorialguinea, Gabun, Kongo, DR Kongo, Angola, Sambia, Namibia, Botswana, Simbabwe, Mocambique, Malawi, Tansania und ganz Südafrika. Von hier würde ich das Bike zurück verschiffen.

    Länderinfos

     Quer durch Afrikas süden 
    Reiseberichte Afrika Süd
    Mit dem Auto durch Afrika
    Gute Infos zu Reisen in Afrika



    Projekt Iran, Georgien, Armenien, Türkei


    Infos Iran

    Visum erforderlich

    Info Georgien


    Kein Visum

    Info Armenien


    Kein Visum

    Info Türkei


    Motorradreisen und Länderinfos


    Geplante Ausrüstung und Verteilung

    Angedacht waren ein Verhältnis von 1/3 Camping an schönen Stellen und das man unabhängig ist von einer Unterkunft und 2/3 Übernachtung in Guesthouses,etc. Zum Essen würde ich gerne hauptsächlich die lokale Gastronomie probieren. Ich kann mir kaum vorstellen das dort das Essen so schlecht ist wie z.Bsp. auf den Philippinen oder in Anglo-Amerika. Der Fokus liegt also nicht schwerpunktmäßig beim Camping und Outdoorkochen. Zudem bin ich ein Anhänger von Mehrfach-Verwendung. Die Boxen dienen z.Bsp als Tisch oder Sitzgelegenheit, das Footprint als Sonnen - oder Regenschutz oder das Zwiebelprinzip bei Kleidung.
    Insgesamt bin ich auch kein Freund von extrem teurer Ausrüstung wie Hilleberg Zelte. Die haben bestimmt ihre Daseinsberechtigung wenn man in den Everest steigt aber ist für die meisten Reisen einfach zu overdosed. Ich habe im Laufe meiner Paddeltouren, auch in abgelegene Gebiete, meine Ausrüstung optimiert und angepast. Ich komme meist mit einfachen, günstigen Teilen aus.

    Ich werde zwei Seitenkoffer, eine Topbox, die ich immer mit in die Unterkunft nehme und in der ich die unterwegs notwendigen Dinge sicher verstaut habe.Dazu werde ich noch eine wasserdichte Gepäckrolle mitnehmen.

    Das ist der Inhalt meines "Camping" Koffers (von links oben nach rechts unten).

    Ganz links ist ein leerer Weinbeutel den ich als Kopfkissen nutze. Alles was ich bis dahin ausprobiert habe nahm zuviel Platz weg, ging kaputt oder war zu unbequem. Dieser Beutel ist stabil und wenn man ihn aufgepustet und in ein T-Shirt steckt ist er echt angenehm. Nimmt ausserdem kaum Platz weg.
    Daneben meine bewährte 3,8er Liegematte Thermarest Prolite in der Globetrotter Edition. Sehr bequem, haltbar und kleines Packmaß.
    Dann kommt ein ausgeschnittener Zeltboden eines alten Zeltes den ich als Footprint, Sonnenschutz oder Regenschutz nutze. sehr praktisch.
    Daneben mein Schlafsack Inlay. Sehr praktisch um die Wärmeleistung des Schlafsacks zu erhöhen oder ihn vor Verschmutzung zu schützen. Immerhin verliert der Mensch im Schlaf etwa 0,5 Ltr Feuchtigkeit durch Transpirieren. Das geht dann nur zum Teil in den Schlafsack.
    Dann kommt der Sommerschlafsack Marke Aldi. Wenn es zu kalt wird ziehe ich meine lange Unterhose und Pullover an (Zwiebelprinzip).
    Links unten ist meine Hobo Kocher. Der ist zusammengebaut ein kleiner, oben und unten offener Kasten. Da wird dann Holz reingetan oder ein Spirituskocher und oben drauf kommt der Topf.
    Daneben ist mein Mini - Kochset bestehend aus Topf und Tasse sowie einem Multibesteck. Außerdem ist da noch ein Schwamm und ein paar Zipbeutel drin. Das ganze ist von Aldi bzw Tchibo.
    Dann kommt ein Trichter den man für alles brauchen kann und meine Essnäpfe die zusammenfaltbar sind. Sehr praktisch (made by Aldi).
    Ganz rechts kommt mein bewährtes Nordisk Pasch 1er Zelt. Leicht, kleines Packmaß, stabil und man kann nur das Innenzelt aufbauen um bei warmen Nächten Insekten abzuhalten. Leider muss es immer abgespannt werden.

    Mein rechter Koffer
    Anziehsachen (blaue Beutel) vier T-Shirts, vier Unterhosen, zwei leichte lange Zip.Hosen, eine robuste lange und eine kurze Hose, eine Badehose, eine lange Unterhose und ein warmer Fleece - Pullover, 3 Paar Strümpfe.
    Dann ein Erste Hilfe Pack ergänzt durch Desinfektionsmittel und Pflaster. Zum Wäschewaschen habe ich eine Tube Rei dabei. Ich gehe allerdings davon aus das genug Gelegenheiten da sind um seine Wäsche in einer Maschine zu waschen oder waschen zu lassen. Manchmal muss man aber auch zwischendurch mal für ein anständiges Erscheinungsbild sorgen.
    Ein Sonnenhut und Flipflops sind bei mir immer dabei.
    Immer dabei ist auch eine Hängematte die man fast überall aufhängen kann und dann echt "abhängen" kann.

    In meiner Topbox habe ich folgendes
    Eine Schirmmütze mit Moskitonetz.
    Sonnenschutzmittel und Mückenspray. Das lokale Mückenspray ist meist besser aber man bekommt es nicht immer überall.
    Mein geliebter Kindle. Tolle Sache wenn man 20 Bücher in diesem Gerät hat das 200Gr wiegt. Leider keine Hintergrundbeleuchtung und die Akkulaufzeit könnte auch besser sein (etwa 20Std).
    Dann kommt oben mein 10" Tablet von Vodafone. Ein gutes Teil mit langer Akkulaufzeit.
    Zum ersten Mal ist eine Drohne dabei. Die DJI Spark Flymore ist klein und hat eine Kamera die an einem Gimbal aufgehängt ist. Zudem hat sie noch einen "Followme" modus. Der Flymore kir beinhaltet die Drohne, eine Fernsteuerung, zwei Akkus und eine Ladestation wo man die Akkus in 50Min wieder aufladen kann. Diese kann auch für Handy und Tablet genutzt werden. 
    Als Smartphone ist ein Samsung s6 an Bord mit den Apps Mapsme, iOverlander, DJI2go, Whatsapp, ein Tracker, eine Wetterapp und ein GPS Tool. 
    Darunter befindet sich mein gesamtes Gopro Hero 4 Zeugs: Ladebox + 2 Akkus, verschiedene Montagewinkel und Klemmen, Speicherkarten, Smartremote Fernauslöser, Display für Gopro, Sicherungsleine, Gopro Tasche
    links daneben eine stabiles Kamerastativ und ein Selfiestick. Hersteller unbekannt aber sehr solide
    Dann kommt mein Brustbeutel für Geld, Keditkarte, Pass, Papiere. Sehr praktisch für Leute die entweder immer alles verlieren oder verlegen.
    Daneben mein Footprint fürs Zelt falls der Boden mal nicht so optimal ist. Kann man auch als Regen - oder Sonnenschutz verwenden oder zum Regenwasser sammeln.
    Dann kommt mein Waschzeug mit Handtuch, Klopapier, Qtips, Pinzette, Spiegel, Seife, Ohropax, Lippensalbe, Nagelknipser, Zahnbürste und Paste, Augenbinde, Schere
    Darunter eine kleine verschliessbare Tupperbox falls beim Essen mal was über bleibt. Darin sind ein Multitool eine Feuerzeug und ein Döschen Pfefferspray gegen unangenehme zwei oder vierbeinige Besucher.

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