Partner und Übernachtung

Trip Buddies und Übernachtungen

Trip Buddies

Wie ist das? Alleine fahren  oder mit Partner?

Die Vorteile des alleine Fahrens sind schnell aufgezählt:
Ich bin unabhängig. Kann anhalten wo und wann ich will, mein Tagesziel selbst bestimmen und mein Tempo fahren. Die Art der Fahrt, offroad, Schotter oder Asphalt liegt auch bei mir. Ich kann die Unterkünfte selbst bestimmen und Ruhe - und Schlechtwettertage einlegen. Ebenso die Wahl der Verpflegung (Restaurant oder Lagerfeuer, Vegetarisch oder Fleisch..etc). Ich bin gezwungen Kontakt zu suchen wenn ìch nicht die ganze Reise allein bleiben will.

Nachteil ist, ich muss mich um alles selber kümmern. Niemand unterstüzt und nimmt mir was ab. . Grenzformalitäten, Motorrad wieder aufrichten, Pannen beheben/lassen. Routenplanung, Bürokratie, Sprachkompetenz und Teilen von Eindrücken. Auch könnte man von anderen was lernen und man kann natürlich keine Kosten für Unterkünfte etc teilen. Da kommt bei 3-4 Wochen einiges zusammen.

Allgemeine Gedanken zu Mitreisenden: Für Kanada, Alaska, Südamerika oder andere abgelegene Gebiet gilt es klar zu machen wo es hingeht und was einen erwartet (soweit man es selber weiss). Das es keinen Campingplatz mit Dusche , Wifi und McD an jeder Ecke gibt.

  • Gilt für alle ein etwa gleicher Kostenrahmen bzw sind sich alle über die Kosten im klaren? Über die Kostenverteilung sollte vorher gesprochen werden und grössere Summen (z.Bsp Motorradtransporte, Mietwagen, Hotelreservierungen, zusätzliches Equipment etc) möglichst schnell ausgeglichen werden.
  • Passt die Chemie für 3-5 Wochen Wildnis, schlechtes Wetter, Unfälle, Defekte, verlorenes Gepäck/Essen, etc?
  • Ist eine gewisse Stresstoleranz vorhanden?
  • wie und wo wollen wir übernachten
  • Ist er/sie gruppendienlich und kann sich auch mal zurücknehmen bzw unterordnen? Bei Ungerader Anzahl ( drei sind ganz schlecht) besteht die Gefahr der Grüppchenbildung. Vìer wäre für mich das äusserste. Kommt aber immer auf die "Typen" an. Vier Alphatierchen kann nicht gut gehen
  • Sind ein Mindesmaß an Outdoor - und Technikskills vorhanden bzw den für die Tour geforderten Skills. Das muss sich jeder selber überlegen. Reicht es wenn jemand ein Zelt gerade aufbauen kann oder seine Nase von einem Tankstutzen unterscheiden kann oder muss dieser Plattfüsse und sonstige Defekte reparieren können können nebst und Sprachen und Offroadfahren beherrschen? Muss er Kompass - Himmel - und Kartennavigation beherrschen, usw?
  • Ist die erforderliche körperliche Fitness vorhanden? Wenn man eine Woche Gegenwind mit Regen auf harten Strecken hat und dann auch noch fünfmal  am Tag das Bike hingelegt und wieder hingestellt hat, geht das an die Substanz.
  • Ist das Material des Mitreisenden in Ordnung und von ausreichender Qualität? Bei Unterhosen macht das nichts aus aber wenn das Motorrad defekt, alt und unzuverlässig ist oder kein vernünftiges Werkzeug dabei ist, muss man wohl oder Übel sein eigenes Material abgeben wenn die Tour weitergehen soll. Alle sicherheits - und tourrelevanten Gegenstände sollten hier gecheckt werden: Ist das Motorrad für die Tour überhaupt geeignet je nach Anforderung. Ist der Schlafsack und Kleidung Wasserdicht verpackt? Ist geeignete Kleidung für auch extremes Wetter vorhanden? Ist das Zelt von guter Qualität. Mit einem Aldi Zelt kommt man z.Bsp in Alaske nicht weit. Es sollte schon einen längeren Sturm heil überstehen können. Sind vernünftige Häringe dabei?
  • Grundsätzlich sollten die Basisausrüstungsgegenstände (mindestens Nahrung, Bike, Zelt, Klamotten und Schlafsack) bei jedem vorhanden sein, falls im Falle der Trennung wegen Panne, Unfall, Streit etc es keine Probleme gibt. Alle anderen Gebiete wo man relativ schnell an Zivilisation kommt sind eigentlich nur ein Frage der persönlichen Chemie und der schon angesprochenen "Unabhängigkeit", dh wenn es einem zu arg wird, das jeder seine eigenen Wege gehen kann. Das ist mir allerdings nur einmal passiert (allerdings ohne Streit). Ich finde das es durchaus möglich sein sollte 2-4 Wochen mit jemandem klarzu kommen ohne das es kracht. Es kommt aber immer auf die Tour an. Wenn alles glatt läuft gibt es meist auch keine Meinungsverschiedenheiten. Erst wenn Probleme auftreten oder es richtig kritisch wird kann man sehen mit wem man da unterwegs ist, kompetenter Kamerad oder egoistischer Schwätzer.
  • Ich persönlich finde die "Bestimmer", Rechthaber, Diskutierer und selbsternannten Experten die immer alles und jedes dominieren wollen immer am nervigsten. Dem kann man sich schlecht entziehen. Solange es die Tour oder denjenigen selbst nicht gefährdet kann schließlich jeder machen was er will. Ein paar Sachen sollte man unbedingt vorher klären. Z.Bsp Unüberbrückbare Meinungsverschiedenheiten werden halt per Abstimmung oder Los geklärt. Das schwächste Glied in der Gruppe ist das Maß für Tempo und Strecke.
Übernachtung

Campingplatz oder Wild Campen oder gar in einem Guesthouse?
Alles hat Vor-und Nachteile. Es kommt drauf an wo man reist und was man für Ansprüche hat. Für mich gilt das "sowohl als auch". 
Auf Campingplätzen oder Guesthouses kommt man besser in Kontakt mit anderen Reisenden und es fällt dabei manch gute Information ab, auch von den Locals dort. 

Wenn man aber ein richtig schönes Fleckchen gefunden hat oder schlichtweg seine Reisekasse etwas schonen will ist wildcampen auch eine Option. Manchmal ist einfach auch nur etwas Ruhe nötig.

Mit Campingausrüstung ist man auch von Übernachtungmöglichkeiten unabhängiger

Nachteil ist: Man hat mehr zu schleppen, bzw mehr Gepäck. Wesentlich mehr.

Man kann im Guesthouse oder Camper  mal sein Zeug in Ordnung bringen,  waschen, duschen, Internetten, in einem Bett schlafen und einfach mal ein Dach über dem Kopf haben.
Ich denke die Mischung machts. Es kommt natürlich auch auf des Preisgefüge der bereisten Länder und das verfügbare Budget an. In Ländern wo eine Übernachtung mit Frühstück weniger kostet als ein Campingplatz in D brauche ich nicht lange zu Überlegen. Hier liegt der Schwerpunkt auf Guesthouses etc. Auch  Süd - und Osteuropa sind günstig.
Andere Länder ìn EU oder USA, Kanada sind da deutlich teurer. Hier macht mehr Campen Sinn. Das schont das Reisebudget. Aber es ist natürlich auch eine Frage des Wechselkurses
Wobei dort Campingplätze für mich nur letzte Wahl wären. Vor allem in EU ist das Preis-Leistungsverhältnis für Zelter echt schlecht. Oft gibt es noch nicht einmal eine trockene Sitzgelegenheit um was zu essen. Dafür dann 13-17€ ausgeben? Ungern. Ausserdem haben Campingplätze den Ruf des Spießer und Kleinbürger Biotops. Wer morgens früh die Badelatschen - und Trainingshosen Karawane zum Waschhaus gesehen hat, weiß wovon ich rede.
Dann lieber Wild campen und das gesparte Geld für eine Pension oder B&B ausgeben. Ich muss aber sagen das vermutlich obiger Zustand nicht überall ist. In Finnland waren die Camper empfehlenswert. Man konnte auch für kleines Geld eine Cabin mieten. vid

Finden des idealen Campspots (Wildcampen) 
Da kommt es jetzt drauf an wie ihr unterwegs seid. Als Kajaker auf dem Fluß hatte ich kaum Schwierigkeiten was zu finden. Beim Motorradfahren ist das schon anders da man nicht so den Blick auf die schönen Stellen hat. 
Wichtig ist auch das der Ort nicht privat aussieht. Dort sollte man anstandshalber nicht campen. In vielen Ländern endet ein Weg zu einem Gewässer oft an einem Wochenendhaus oder einer Angelhütte

Was ist überhaupt wichtig? 
Interessant ist natürlich ruhig und nicht einsehbar. Speziell in Osteuropa kommen abends viele trinkfreudige Partie-Dorfanwohner und Jugendliche angefahren. Oft hat man dort auch Angler. Es sollte nicht einsehbar sein damit man keinen Besuch von interessierten Menschen oder gar der Polizei bekommt. Wichtig ist wind - und wettergeschützt. Dh irgendwo hinter Felsen oder einem Hügel etc. 
Auch unter Bäumen kann es bei Sturm gefährlich werden wenn Holz runterkommt. 
Holz zum Feuermachen und Essenkochen sollte da sein, ebenso wie Wasser bsp zum Spülen.
Man sollte schon frühzeitig mit der Suche anfangen. Dh. etwas 2 Stunden vor Sonnenuntergang. Manchmal ist es garnicht so einfach was zu finden. Das sollte man nicht unterschätzen. Man sollte auch immer einen Plan B haben. In billigen Ländern geht man halt in ein Hostel. Auch die findet man in IOverlander.
Man kann auf der Karte schauen ob ein Fluss oder See in der Nähe ist und nach irgendwelchen Feldwegen Ausschau halten die in diese Richtung gehen. Wenn der Weg dubios wird geht man zu Fuß weiter und scoutet die Situation. 
Man sollte ausreichend Platz für Zelt und Mopped haben.  Der Boden sollte für die Standfestigkeit des Moppeds nicht zu weich sein, fürs Zelt ist Moos oder dergleichen angenehm.
An Gewässern sollte man sich vor Hochwasser und Tide hüten. Dh immer hoch gerug campen
Der Platz sollte auch nicht von Tieren als Tränke genutzt werden. Dies kann man an den Spuren und Exkrementen sehen. Wäre blöd wenn auf einmal ein Elch oder Bär vorm Zelt steht.
Dann sollte es natürlich Müllfrei und sauber sein.
Mücken - und Ungezieferfrei ist auch ganz schön. 
Auch Senken können bei Regen gern voll Wasser laufen oder sind Teil eines Wasserabflusses.
Eine interessante App ist IOverlander wo Leute schon ihre Camps eingezeichnet haben. Dies sollte man sich allerdings mit Skepsis anschauen da dort auch viele Autofahrer ihre Spots eingeben. Für die gelten natürlich andere Kriterien. Wenn man was schönes gefunden hat kann man es im IOverlander auch eintragen. Dafür sollte er nicht privat sein und man sollte mindestens eine Nacht störungsfrei dort verbracht haben. IOverlander ist eine Offline App die auch ohne Internet funktioniert. Dort findet man auch normale Campingplätze, Werkstätten, Botschaften und Lebensmittelläden, etc.




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